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Winterdienst - Die EBU sind bestens gerüstet

27.11.2017

Auch in diesem Jahr haben die Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm frühzeitig und umfassend alle Vorkehrungen für den Winterdienst getroffen. „Jeden Winter befreien wir rund 510 km Straße, davon rund 55 km Radwege zum Teil auch mehrmals am Tag von Schnee und Eis. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“, so Betriebsleiter Michael Potthast. Um Engpässen bei der Nachlieferung von Streumitteln vorzubeugen, halten die EBU 3.000 Tonnen an Streusalz bereit. Zum zentralen Salzlager im Gewerbegebiet Jungingen kommen noch 6 zusätzliche kleinere Silos in den Vororten dazu. Hier können die kleineren Streufahrzeuge befüllt werden. Seit letzter Woche ist unser „Guggerlesdienst“ jeden Morgen ab 3:00 Uhr unterwegs. Bei Bedarf informiert er den Winterdienst. Besondere Gefahrenpunkte sind Brücken und das Schammental. Hier bitten die EBU die Autofahrer besonders vorsichtig zu fahren.

Insgesamt sind 24 städtische Mitarbeiter in Winterdienst-Bereitschaft. Wenn notwendig werden auch Firmen beauftragt und Mitarbeiter von anderen städtischen Abteilungen eingesetzt. „Bei starkem Schneefall oder wiederkehrender Glätte arbeiten unsere Mitarbeiter unermüdlich und leisten häufig Überstunden“, so Michael Potthast. „Dennoch bitten wir um Verständnis, dass wir uns bei extremem Schneefall auf verkehrswichtige und gefährliche Straßen, bzw. Straßenabschnitte wie Rettungswege, Hauptverkehrswege, Steigungen und Brücken oder Kreuzungsbereiche konzentrieren müssen.“
Mit dem Winterdienst kommen die Kommunen ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherheitspflicht nach. Aber auch die Bürger sind gemäß der „Satzung über das Reinigen, Schneeräumen und Bestreuen der Gehflächen“ in die Pflicht genommen. Auf Gehwegen obliegt den anliegenden Grundstückseigentümern die komplette Winterwartung, die das Räumen und Streuen bei Schnee und Glätte umfasst. In Fußgängerzonen besteht die Räumpflicht auf einer Breite von 2,5 Metern, in der Bahnhof- und Hirschstraße auf einer Breite von 5 Metern. Die Verkehrssicherheit muss an Wochentagen in der Regel bis 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen bis 8:30 Uhr hergestellt sein und muss tagsüber jeweils bis 20:30 Uhr aufrechterhalten werden. Nachts gibt es weder auf Straßen noch auf Wegen eine generelle Winterdienstpflicht.

Auch bei größter Professionalität des kommunalen Winterdienstes sind einige Wetterereignisse nur schwer beherrschbar. Für die anstehende Kälteperiode bittet der Winterdienst alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr, damit die Unfallgefahr verringert wird. Michael Potthast: „Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind wettertaugliche Reifen wie Winterreifen oder Ganzjahresreifen Pflicht. Wer mit dem Fahrzeug unterwegs ist, sollte seine Geschwindigkeit unbedingt an die jeweiligen Wetterverhältnisse anpassen, möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und das ungehinderte schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge jederzeit ermöglichen.“ Aber auch Fußgänger müssen mit geeignetem Schuhwerk und vorsichtigem Verhalten, am besten nur auf gestreuten Wegen, zur Vermeidung von glättebedingten Unfällen beitragen.